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MakrobiotikDas Wort Makrobiotik setzt sich aus den Begriffen makros = groß, lang und bios = Leben zusammen. Die Philosophie des "langen Lebens" wurde von Zen-Buddhisten vor ca. 5000 Jahre beschrieben. Das chinesische Prinzip des Yin- und Yang als zusammenfließende und auseinanderströmende Kraft ist das Lebensprinzip nach dem auch der Mensch funktioniert. Ein wichtiger Teil der Lebensgestaltung ist die Ernährung als kraftspendende, gesundheitsförderliche Maßnahme. Der Japaner Georges Ohsawa (1862-1966) hat für die internationale Verbreitung und moderne Gestaltung unter dem Begriff Makrobiotik gesorgt. Nach Ohsawas Tod nahm der Japaner Mishio Kushi die Führung der makrobiotischen Bewegung in die Hand. Nahrungsmittel werden durch ihr Aussehen, Farbe und Form, innere Struktur und die Inhaltsstoffen in yin- oder yanghaltige Nahrungsmittel unterteilt. Getreide hat in ein ausgewogenes Verhältnis von Ying und Yang, so daß es die Grundlage der makrobiotischen Küche bildet. Die Ernährung wurde in 7 verschiedene Stufen unterteilt, die den prozentualen Anteil des täglichen Verzehrs von Getreide, Gemüse, Suppen, tierischen Eiweiß, Salaten und Früchten, sowie den Verzehr von Nachtisch und die Flüssigkeitszufuhr regeln. Im Zuge der Umstellung auf makrobiotische Ernährung sollen der Verbrauch von Zucker, süßen Getränken, Weißmehl, Konserven, später auch Milch und Fleisch weggelassen werden. Wobei die letzte Stufe den ausschließlichen Verzehr von Getreide befürwortet, was heutzutage als Heilnahrung über mehrere Wochen hinweg empfohlen werden kann. Neben dem Vollgetreide werden frisches Gemüse, Bohnen in verschiedenen Zubereitungsformen, Nüsse, Samen, Algen und geringe Mengen von Obst auch als Kompott und Trockenobst befürwortet. Die Nahrung soll möglichst aus ökologischem Landbau stammen. Typische Nahrungsmittel der Makrobiotik sind Sojaprodukte und Algenprodukte. Als Getränke werden Wasser, Kräutertees, Suppen mit Miso und Tamari (salzreiches Sojaprodukt, das durch ein- bis zweijährigen Fermentierungsprozeß gewonnen wurde) empfohlen. Die Nahrungsmittel werden durch abkühlen, verdünnen mit Flüssigkeit oder wasserreiche Zutaten, durch Zusatz von sauren und süßen Stoffen, Würzen mit stark aromatischen Kräutern und Gewürzen, Gärung und Feinverteilen durch Reiben, Raffeln oder Mahlen "yinisiert". Jede Form der Wärmebehandlung, salzen, trocknen, Würzen mit bitteren Kräutern, Druckbehandlung durch den Dampfkochtopf, lagern und reifen "yanisiert" die Nahrung. Die von Kushi interpretierte Makrobiotik ist gesundheitlich unbedenklich. Von der ausschließlichen Ernährung durch Getreide wie sie die oberen Stufen der Makrobiotik vorsieht, ist abzuraten. Mehr oder weniger ausgeprägte Mangelerkrankungen können die Folge ausschließlicher Getreideernährung sein. Besonders für Schwangere, Stillende und Kinder geht sogar eine gesundheitliche Gefährdung aus. Interessante Links zum Thema: http://www.makrobiotik-web.de/
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