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Körperarbeit
Massagen

Körpertherapie

Der sanfte Weg, Körper, Geist und Seele einander anzunähern

Körperarbeit ist nicht nur ein Schlagwort für Therapeuten und Patienten oder Wunderheiler und Esoteriker der unterschiedlichsten Fach- bzw. Glaubensrichtungen. Vielmehr stellt der Begriff Körperarbeit eine Synthese aus medizinischem Fachwissen und Forschung sowie praktischer Erfahrung im Umgang mit traditionellem Wissen und uralten Heilmethoden dar.

"Körperarbeit" ist eine Übersetzung des amerikanischen Begriffs "Bodywork", der auf Personen wie Ida Rolf und Dr. Milton Trager zurückgeht, die diesen Ausdruck geprägt haben. Mitunter sind mit dem Begriff Körperarbeit Techniken und Methoden verbunden, die die Selbstheilungskräfte des Patienten aktivieren sollen. Durch die verschiedensten Techniken sollen die Einheit von Körper, Geist und Seele in einen Zustand des Wohlbefindens und der Entspannung gelangen und so den individuellen Bedürfnissen des modernen Menschen entgegenkommen.

Unsere heutige Lebensweise mit ihren alltäglichen Streßerscheinungen bildet den Symptomenkomplex, der in unterschiedlichen Ausprägungen zu körperlichem, seelischem und geistigem Ungleichgewicht führt.

Allen verschiedenen Richtungen und Strömungen der Körperarbeit ist primär daran gelegen, Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken, zu unterstützen und vor allem wiederzuerlangen. Medizinische Untersuchungen begründen oft im nachhinein die Basis alten Wissens oder eröffnen Einblicke in die Zusammenhänge und lassen durch moderne Forschung neue Schlußfolgerungen entstehen.

Grundlage der medizinischen Betrachtungsweise im Bereich der Körperarbeit ist unter anderem die besondere Bedeutung des Bindegewebes, der Muskulatur und des Nervensystems.

Das Bindegewebe ist für sämtliche Strukturen im Körper verantwortlich. Ziel der Körperarbeit ist es, Elastizität und Straffung desselben zu erreichen. Durch bestimmte körperliche Aktivitäten wird dem Bindegewebe optimal Energie zugeführt, wohingegen ein geringer bzw. falscher körperlicher Einsatz Krankheitszustände verschiedenster Art begünstigt.

Die Aufgabe des Therapeuten besteht darin, den Patienten mit massageähnlichen Techniken (Druck, Bewegung, Wärme) dahingehend zu behandeln, daß sich Verhärtungen und Spannungen lösen. Die Beweglichkeit wird durch die Energiezufuhr gesteigert. Zusätzlich wird die Aktivität der Muskulatur, die 70 - 85% unseres Körpergewichtes ausmacht, angeregt.

Die fachkundige Umsetzung einer Körpertherapie löst Blockaden, die durch die Verhärtungen im Muskelbereich entstanden sind, und bewirkt zusätzlich eine Entgiftung des Körpers, weil alle möglichen Schlacken und Überreste aus dem sich lockernden Gewebe gelöst werden.

Eine dritte Säule der Körperarbeit ist die Beeinflussung des Nervensystems. Permanent werden Informationen über Berührung, Druck, Schmerz, Muskeltonus, Stellung der Gelenke im Raum, Schwerkraft etc. an die sensorische Hirnrinde weitergeleitet. Diese beeinflussen maßgeblich unser momentanes Körpergefühl.

Einfache und komplexe Bewegungsfolgen werden im Körper gespeichert. Nach mehrfacher Wiederholung kann das kinästhetische Gedächtnis Bewegungen als Reflex auslösen. Dies gilt sowohl für gewünschte Bewegungen als auch für Fehl- und sogenannte Schonhaltungen.

Das Körperempfinden soll nun durch neue Erfahrungen infolge der Körperarbeit mit neuen Bewegungsmustern überlagert werden. Dadurch, daß ein Wohlempfinden mit der neuen Bewegung verbunden ist, soll das neue Muster nachhaltig die psycho-physische Wahrnehmung des Patienten beeinflussen.

Literaturempfehlungen:

Hiß, Paul: So finde ich den richtigen Therapeuten. Frankfurt/New York 1998 (Campus Verlag).

Zundel, Edith/ Pieter Loomans: Körperarbeit und spirituelle Erfahrung. Freiburg, Basel, Wien  1995 (Herder).

Schwertfeger Bärbel, Koch Klaus: Der Therapieführer. Die wichtigsten Formen und Methoden. Heyne 1995

Seiler, Susanne G.: Die richtige Therapie finden. Rowohlt TB-Verlag,1998

 
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