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Phytotherapie

Die Anwendung von Pflanzen und Kräutern zur Heilung von Krankheiten ist  jahrtausende  alt. 

In allen Natur- und Kulturvölkern ist ein Wissen über die Wirkungsweisen und Giftigkeit von Pflanzen vorhanden. Es konnten sogar Aufzeichnungen des chinesischen Kaisers Shen Neng um 3700 v. Chr. datiert werden, die sich mit den Geheimnissen und Wirkungen der Kräuterheilkunde befassen. 

Es ist bekannt, daß die meisten Natur- und Kulturvölker ein umfassendes Wissen um die Heilkraft der Pflanzen ihrer Umgebung besitzen. Die Kenntnis darüber erlangten die Menschen  u. a. bei der Suche nach Nahrung und durch Beobachtung der Nahrungsaufnahme bei Tieren. Daraus entwickelte sich, eine Anpflanzung ausgewählter Pflanzen in der Nähe ihrer Siedlungen. Durch generationenlange Forschungen und Experimente wurden viele Pflanzen in eine   Zuchtform gebracht. 

Alte Hochkulturen erkannten bestimmte Pflanzen als heilig an, diese wurden von den Menschen verehrt und in Ritualen eingesetzt. Halluzinogene (bewußtseinsverändernde) Wirksamkeiten einiger  Pflanzen oder dessen Bestandteile, sowie deren Gebrauch (z.B. zur Reinigung) sind überall auf der Erde verbreitet. 

Der Umgang und Gebrauch der Pflanzen erfordert  viel Geschick und erfordert einen ständigen Bezug zum jeweiligen Umgebungsklima. Bei der Saat und Ernte der Pflanzen gilt es, bestimmte kosmische Zeitpunkte abzuwarten, um den Ernteertrag zu verbessern.

Im Mittelalter war der Umgang mit den Kräutern hierzulande Aufgabe der Mönche und Nonnen (z. B. Hildegard von Bingen, Albertus Magnus). Der Arzt Paracelsus (15./16. Jahrhundert) gilt als Vater der Arzneimittellehre. Im weiteren Verlauf der Geschichte hat die Naturwissenschaft und später die Pharmazie die Substanzen der Pflanzen extrahiert und synthetisch produziert. Die pharmazeutische Industrie übernahm fortan großenteils die Herstellung und verbreitete sich in der schulärztlichen Medizin.

Neben der industriellen Arzneimittelversorung gab und gibt es weiterhin Kenner auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde. Beim Einsatz von Heilkräutern sind die Dosierung, Zusammensetzung und die verwendeten Pflanzenteile für den Behandlungserfolg ebenso bedeutsam wie die richtige Zubereitung. Neben Tees werden auch Frischpflanzensäfte, Tinkturen und zur äußeren Anwendung für Cremes, Salben und Aufgüssen angeboten, die bei richtiger Dosierung und Kenntnis bei vielerlei Beschwerden eine sanfte Wirkung erzielen, ohne unangenehme Nebenwirkungen. Oftmals werden bei denselben Beschwerden verschiedene Pflanzen angewandt. Die  Pflanzenheilkunde benötigt neben den speziellen Kenntnissen auch ein gewisses Maß an Experimentierfreude des Anwenders, um Erfahrungen zu  sammeln und erfolgreich behandeln zu können. Je nach Krankheitsbild und Verlauf kann die Phytotherapie sowohl als alleinige oder als Kombinationstherapie eingesetzt werden.

Interessante Links zum Thema Phytotherapie:

http://www.naturheilkunde-online.de/

http://www.medicineonline.de/rat/diag/phytother.html

http://www.magnet.at/Wissensarchiv/BM/Therapierichtungen/Phytotherapie.html

http://www.heilkraeuter.de/

http://www.hepatitis-c.de/heilpfla.htm

 

 
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