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Prozessorientierte TherapieDie Prozessorientierte Psychotherapie (kurz POP genannt) geht auf seinen Begründer Arnold Mindell zurück. POP beinhaltet Einflüsse verschiedenster Fachrichtungen in seiner Arbeit. Psychologie, Philosophie, Soziologie, Politik und moderne Physik haben ihren Einfluß geltend gemacht. In der Prozessorientierte Psychologie geht es um die sogenannte Prozessarbeit, die den Menschen in seiner Ganzheit betrachtet, seine Individualität, sowie der kulturelle, gesellschaftliche und globale Einfluß, der sich im Zeitgeist niederschlägt, sollen Hintergrund der Betrachtung sein. Schwerpunktmäßig geht es in der Arbeit darum, den Menschen zu einer bewußteren Wahrnehmung seiner momentanen Befindlichkeit zu führen. Dabei werden Störungen als solche prinzipiell als heilsam angesehen, um Prozesse, die den Menschen auf seinem Weg weiterbringen, in Gang zu setzen. Im weitesten Sinne geht es um Wandlung, weniger um Heilung. Aufgabe des Therapeuten ist es nunmehr, den Prozeß zu lenken , und den Klienten neben seinem ihm vertrauten Selbstbild mit seinen unbekannten Seiten vertraut zu machen. Der sogenannte sekundäre Prozeß, der das Unbekannte beinhaltet, ist für die seelische Reifung von Interesse. Dieser sogenannte Grenzbereich soll lebendiger werden, durch die Bewußtwerdung und Erweiterung der Wahrnehmung. Der Therapeut nutzt dabei die verschiedenen Kanäle, über die ein Mensch mit seiner Wahrnehmung mit der Welt in Kontakt steht. Der visuelle Kanal kann beispielsweise durch Maltherapie und Traumdeutung zum Ausdruck gelangen. Der auditive Bereich wird in Musik-, Stimm- und Gesprächstherapie gefördert. Der kinästhetische Bereich kann in Massage und Akupunktur erfahren werden. Der propriozeptive Bereich wird durch Tast- und Bewegungstherapie, Kampfsport und Bioenergetik angesprochen. Ständig stehen wir mit unseren Sinnen mit der Welt in Kontakt. Unsere Wahrnehmung funktioniert nicht zufällig, sondern selektiv. In der therapeutischen Arbeit geht es darum, allen Sinneskanäle Ausdruck zu verleihen, um den Menschen mit dem was ihn wirklich bewegt, in Kontakt zu bringen. POP ist eine Therapierichtung, die von der Aufmerksamkeit und Spontaneität des Therapeuten lebt, welcher den Patienten mit direktem Erleben konfrontiert. Interessante Links zum Thema Prozessorientierte Therapie: ttp://home.t-online.de/home/volker.buddrus/home.htmhttp://www.processwork.org/mindell.htm Literaturempfehlungen: Mindell, Arnold: Der Leib und die Träume, Prozeßorientierte Psychologie in der Praxis. Junfermann Verlag, Paderborn Mindell, Arnold: Traumkörper und Beziehungen. Hugendubel, München. Es existieren im deutschsprachigen Raum noch 6 weitere Veröffentlichungen des Autors. |
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